fahrradtransport auf Deichsel / Versicherungsschutz

Zusätzlicher Stauraum ist gefragt, Deichselbox und Dachbox schaffen ihn.
Fahrräder sind immer wieder ein wichtiger Punkt der Umgebungsmobilität und natürlich ganz besonders auch bei Kindern.
RR1983
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fahrradtransport auf Deichsel / Versicherungsschutz

Beitrag von RR1983 » 04.09.2019 22:11

Hallo Forum, :hi:
Ich bin neuer Besitzer eines alten Rapido Record Klappwohnwagen.
Ich habe zum Thema Fahrradtransport auf der Deichsel hier schon einige Beiträge gelesen, aber meine Frage ist etwas anderst gelagert.
Ich habe beim TÜV nachgefragt ob es erlaubt ist einen Kugelkopf auf der Deichsel zu montieren und dann mit dem "normalen" Fahradträger die Fahrräder auf der Deichsel zu transportieren.
Auskunft:
1. Wenn der Kugelkopf fest mit der Deichsel verschraubt wird, ist es eine technische Änderung und muss eintragen werden. Das wäre aber möglich.
2. Die Verwendung des normalen Fahrradträgers liegt in der Verantwortung des Fahrers, da der Träger für diese Art der Montage (nicht auf der Anhängerkupplung hinter dem Auto, sondern vor dem Anhängerkasten) keine Zulassung (ABE) hat bestünde aber mit Sicherheit kein Versicherungsschutz.
Niemand wisse wie sich die montierten Fahrräder auf das Fahrverhalten des Anhängers auswirken. Durch Luftwirbel könnte der Anhänger evtl ins Schlingern oder Schleudern kommen.

Inzwischen weiß ich das es Deichseladapter für genau diese Anwendung zu kaufen gibt.....
Jetzt bin ich etwas verwirrt!
Sind die Teile erlaubt? Erzählt mir der TÜV Märchen,? Oder ist es ein "rechtsfreier Raum"?

Vielleicht ist ja jemand von euch Versicherungsfachmann, Jurist, oder selber bei TÜV&Co ?
Bitte keine Spekulationen!

Gruß RR1983

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Re: fahrradtransport auf Deichsel / Versicherungsschutz

Beitrag von Neandertaler » 05.09.2019 08:44

RR1983 hat geschrieben:
04.09.2019 22:11

Inzwischen weiß ich das es Deichseladapter für genau diese Anwendung zu kaufen gibt.....

Gruß RR1983
...dann haben die i. d. R. aber auch eine entsprechende ABE / Gutachten und sind somit formal nicht mit einer Eigenkonstruktion - so gut sie auch sein mag - nicht gleichzusetzen. Und das führt dann verständlicherweise zu Verwirrungen.
Allerdings würde ich dir das Gespräch mit deiner Versicherung mal empfehlen, ggf. mit der Gutachter-Abteilung um zu erfahren, auf welche Standards die bestehen. Die können nämlich je nach Versicherung voneinander abweichen.
Und: bezogen auf Haftpflicht oder Kasko? Auch das kann ein Unterschied sein (besonders wenn es um die Haftung im Schadensfall im Ausland geht).

Generell ist das Problem mit dem TÜV, dass dort Ingenieure sitzen die eine technische Begutachtung vornehmen und das ganze auch technisch bewerten sollen. Tatsache ist aber: gibt es keine ABE oder Mustergutachten tun sich in der breiten Masse diese "Fachleute" extrem schwer eine Freigabe zu erteilen; eigentlich genau das, wofür sie bezahlt werden. Einen gescheiten Ingenieur zu finden, der einem den Sachverhalt vernünftig darlegen kann und ggf. auch Hinweise zur Erfüllung gewisser Standards geben kann ist fast reine Glückssache. Für den Abgleich von Papieren wie er fast ausschließlich gemacht wird würde auch ein Gesellenbrief reichen.

Viele Grüße
Stefan
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Re: fahrradtransport auf Deichsel / Versicherungsschutz

Beitrag von teetrinker » 05.09.2019 16:46

beim Rapi sollte da eigentlich schon die Deichselbox dagegen sprechen. oder hat er keine?
denn wenn du da noch ein Fahrrad davor baust
führt das spätestens beim ersten Mal abbiegen zu Unmutsbekundungen deines Heckstoßfängers.
MfG usw...^^
Maik

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Re: fahrradtransport auf Deichsel / Versicherungsschutz

Beitrag von Neandertaler » 06.09.2019 07:56

Halo Maik,
aus technischer Sicht magst du recht haben, aber wir kennen nicht die näheren Voraussetzungen (lange Deichsel?) - aber lass das mal beiseite, die Frage war ja nach dem Versicherungsschutz, das würde mich auch mal interessieren auch wenn es mich nicht direkt tangiert.

@RR1983: ich denke doch, du wirst hier berichten wenn du eine Antwort erhalten hast, oder?

Viele Grüße
Stefan
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Re: fahrradtransport auf Deichsel / Versicherungsschutz

Beitrag von RR1983 » 06.09.2019 19:51

Hallo Stefan,
Bei der Versicherung habe ich noch nicht nachgefragt.
Ich bin in Kontakt mit dem Hersteller des Fahrradträgers.
Erste Auskunft:
Die Zulassung gilt für die Montage auf einem fetfreien sauberen Kugelkopf. Ob der Kugelkopf am Auto oder auf der Deichsel eines Anhängers ist, ist dabei wohl nicht spezifiziert.
Es muss eben das Gewicht (Stützlast) des Kugelkopfes eingehalten werden. Aber das ist ja logisch.
Ebeso logisch wie dass genug Platz auf der Deichsel ist, und dass man in Kurven auf die angehängte Ladung achten muss.

Gruß RR1983

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